Geschichte

Brunnen im Garten des Brunnenhauses

Bad Grub am Forst

1730 Der Leibarzt Dr. Caspar Fischer untersucht die Heilkraft einer Quelle in Grub am Forst auf dem Gelände des Brunnenhauses

1734 / 35 Ein Kurhaus wird errichtet und ein Werbebüchlein herausgegeben; ein Chemielabor schließt sich dem Kurhaus an. Einige Jahrzehnte genoss Grub am Forst den Status eines überregional bekannten Kurorts.

Blausiederei

Ab 1763 experimentierten die Firmengründer, die Gebrüder von Sandt, mit der Herstellung eines blauen Farbstoffs und der Kleinproduktion von Färbemitteln. Doch erst mit dem herzoglichen Privileg 1772 war der Weg für die industrielle Produktion frei.
Am 8. August 1772 erteilte der Coburger Herzog Ernst Friedrich die Genehmigung (das "Privilegium exclusivum cum jure prohibendi aliosque excludendi"), eine erste Industrieansiedlung im Herzogtum zuzulassen. So entstand auf Grundstück der Heilquelle in Grub am Forst eine Pfeil externer LinkBerlinerblausiederei.

Umgestaltung zum heutigen Gebäudeensemble

Während der letzten Phase des Unternehmens konnte der damalige Firmenchef Dr. Hans Vohl als gleichberechtigter Coproducer für die Degussa AG in Franfurt am Main agieren, wobei die Produktionsanlagen durch die schrittweise Umstellung auf einen Handelsbetrieb zunehmend ungenutzt blieben.
Nach der vollständigen Aufgabe des Blaugeschäftes entschlossen sich die Besitzer, die historische Substanz Stück für Stück zu renovieren. Innerhalb von 15 Jahren entstand ein Gebäudeensemble mit einer einmaligen Mischung aus erhaltener Industriegeschichte und moderner Infrastruktur.